Unter Leitung der HEKS geht es darum geflüchtete Menschen aus der Ukraine an Gastfamilien zu vermitteln. Daniela, Corinne und Andrina haben sich zum Einsatz bereiterklärt. Dazu nachfolgend der Bericht von Andrina.
Andrina, wieso hast du dich für den Einsatz gemeldet?
Ich hatte das dringende Bedürfnis, den Menschen in dieser Notsituation zu helfen. Da ich im Moment auch noch zeitlich freie Kapazitäten habe, stand für einen Einsatz nichts mehr im Wege.
Wie sieht ein solcher Einsatz aus?
Am Anfang gab es viel zu organisieren und wir mussten erst funktionierende Arbeitsplätze einrichten und uns im Zentrum orientieren. Die Gesamtleitung des Projekts läuft über die HEKS, welche ein Briefing zum Ablauf des Einsatzes durchgeführt hat. Als es losging, haben wir vom SEM jeweils Dossiers erhalten, mit der Aufgabe diese Menschen einer Gastfamilie zuzuweisen. Dafür müssen wir die Personen erst einmal im Zentrum suchen, dann mit ihnen und der Hilfe von Dolmetschenden einen Fragebogen durchgehen.
Was sind das für Fragen?
Es geht darum, die richtige Gastfamilie und Unterkunft zu finden. Beispielsweise muss berücksichtigt werden, ob eine Person allfällige Treppen gut überwinden kann. Oder wir müssen wissen, ob die Geflüchteten Raucher sind oder Haustiere dabei haben. Ebenfalls wichtig ist, ob es allenfalls bereits Bekannte gibt, welche in der Schweiz leben.
Und wie findet ihr eine passende Unterkunft?
Dafür werden die bei Campax oder der Schweizerischen Flüchtlingshilfe registrierten Gastfamilien angerufen. Bis wir jeweils jemanden finden, der bereit ist, die Menschen innerhalb weniger Tage oder sofort bei sich zu beherbergen.
Gab es ein besonders schönes Erlebnis?
Ich durfte eine schwangere Frau vermitteln, welche drei Monate vor dem Geburtstermin stand. Da hatte ich ziemliche Bedenken, dass ich für sie eine passende Gastfamilie finden würde. Ich habe dann die Gastfamilie angerufen und der Mann am Telefon meinte: "Kein Problem, meine Frau ist Gynäkologin." Das war ein wirklicher Glücksfall.