Was waren deine wichtigsten beruflichen Stationen?
Uff - das ist eine schwierige Frage! Nächsten Monat schliesse ich meinen Master ab und habe daher limitierte professionelle Erfahrung. Ich habe viele Praktika in diversen Bereichen gemacht, mich viel freiwillig engagiert und andere Nebenjobs zum Beispiel in der Gastro gehabt. Ich interessiere mich sehr für soziale und ökologische Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit, Geschichte, Psychologie und allgemein gesellschaftliche Fragen und Themen. Für mich war immer klar, dass meine Arbeit zum Wohle der Gesellschaft beitragen soll. Dafür habe ich Volkswirtschaft an der Uni St. Gallen und später Internationale Entwicklungszusammenarbeit und Management in Lund, Schweden studiert.
Ich glaube, mein vielfältiges Interesse hat mich immer ausgemacht: Praktika beim Impact Hub Zürich (Entrepreneurship & Diversity), bei der Bring Hope Humanitarian Foundation in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in Malmö, sowie viel freiwilliges Engagement – etwa mehrere Jahre beim Jugendrotkreuz St. Gallen (Wöchentliche Nachhilfe, Beiträge in der Strategiegruppe und der Mitgründung des Projekt «Get together discovery»). Auch in den Bereichen Nachhaltigkeit und sexuelle Aufklärung war ich in Studierendenvereinen in St. Gallen und Lund aktiv. Weil ich so vielseitig interessiert bin und oft vieles gleichzeitig gemacht habe, würde ich sagen: Ich bin gut organisiert (und muss es auch sein).
Was ist deine Aufgabe beim SRK SG?
Ich habe die Möglichkeit, beim SRK Kanton St. Gallen das Red Cross Summer Camp St. Gallen zu leiten – einen zweiwöchigen Erholungsaufenthalt für ukrainische Kinder und Jugendliche, der vom 21. Juli bis 3. August 2025 in der Region St. Gallen stattfindet. Ich gebe mein Bestes, dieses Herzensprojekt in der zur Verfügung stehenden Zeit gemeinsam mit vielen engagierten Akteur*innen und unterschiedlichen Perspektiven zu koordinieren - von niederschwelliger psychosozialer Betreuung über vielfältige Freizeitangebote bis hin zur Einsatzplanung der Freiwilligen. Ich bin sehr dankbar, dass so viele Menschen mit Leidenschaft an diesem Projekt mitwirken und ihre Ideen, Netzwerke und Ressourcen einbringen.
Wie verbringst du deine Zeit, wenn du nicht arbeitest?
Wenn ich nicht arbeite oder irgendeinem freiwilligen Engagement nachgehe, verbringe ich gerne Zeit mit meinen Freundinnen, meiner Familie und meinem Partner und rede mit ihnen über Gott und die Welt. Ich höre gerne Musik und, wenn ich in der Schweiz bin, sehe ich gerne meinen Hund, den ich mir mit einer anderen Familie teile. Allgemein bin ich gerne aktiv und in der Natur unterwegs: Ich gehe gerne wandern, (und wenig ambitioniert) joggen, und 1-2 Mal in der Woche trifft man mich zudem beim Ultimate Frisbee - ein sehr sozialer Sport, der ohne Schiedsrichter*in gespielt wird. Zudem backe und koche ich gerne umweltbewusst und kreativ - mit dem, was gerade da ist und ohne tierische Produkte (Wenn’s für oder mit meiner Schwester sein soll, dann auch glutenfrei – sie hat Zöliakie. Ihr könnt euch vorstellen, dass das spannend wird!)
Welches ist dein Lieblingswort?
Eines meiner aktuellen Lieblingsworte ist das schwedische Wort ‘Fika’.
‘Fika’ bezeichnet die schwedische Tradition, gemeinsam eine Pause einzulegen und etwas Warmes (Kaffee, Tee) zu trinken (oft kombiniert mit einem kleinen Snack: etwas Süssem wie Zimtschnecken oder Keksen) und dabei bewusst Zeit mit Kolleg*innen, Freund*innen oder der Familie zu verbringen. Es geht nicht nur ums Kaffeetrinken, sondern um soziale Verbindung, Entschleunigung und einen Moment der Gemeinschaft im Alltag.
Welches war dein Lieblingsfach in der Schule?
Auch wenn ich mich während fast meiner gesamten Schulzeit für viele Fächer begeistern konnte, war Biologie wohl mein absoluter Favorit. Ich mochte schon immer, dass dieses Fach eine greifbare Erklärung der Realität bietet – oft mit Bezug zu unserem Planeten und den Lebewesen darauf.
Wenn du nur noch ein einziges Gericht essen dürftest, welches wäre es?
Wahrscheinlich mein Comfort Food: fleischloses Hörnli mit Gehacktem - erinnert mich an Zuhause.